In 10.300 Metern Höhe kommt die Angst nicht schreiend.
Es kommt leise an.
Es beginnt mit einer Abwesenheit – einer seltsamen Lücke im gleichmäßigen Dröhnen der Motoren. Eine Stille, die nicht dorthin gehört. Das Anschnallzeichen leuchtet auf, nicht dringlich, nicht alarmierend, nur so lange, dass der Blick von den leuchtenden Bildschirmen abgelenkt wird.
Dann atmet jemand scharf ein.
Reihe achtzehn. Gangplatz.
Ein Mann im anthrazitfarbenen Anzug ist zusammengesunken, sein Kopf ruht unbeholfen auf dem Tabletttisch. Kaffee quillt aus der Tasse und breitet sich langsam zum Rand aus, als suche er nach einem Ausweg.
„Sir?“, fragt die Frau neben ihm und stupst ihn am Arm an.
Nichts.