Letzte Nacht wurde ich von einem obdachlosen Mann mit schmutziger Kleidung und barfuß verfolgt: Unter einem Fußgängerüberweg erreichte er mich schließlich und tat etwas, das mich immer

Aber irgendetwas in mir ließ es nicht zu.

„Wartet!“, rief ich erneut, diesmal lauter.

Er hielt erneut an.

Diesmal habe ich ihn eingeholt.

Ich zögerte einen Moment, nahm dann einen Geldschein aus meiner Tasche und reichte ihn ihm.

Der Mann sah sie an.

Dann schüttelte er langsam den Kopf.

Ablehnung.

Diese Geste war wirkungsvoller als alle Worte.

Er wollte keine Belohnung.

Er war mir nicht aus Interesse gefolgt.

Er hatte einfach das getan, was er für richtig hielt.

Ich spürte einen Kloß im Hals.

—Also… zumindest… — murmelte ich, ohne zu wissen, wie ich den Satz beenden sollte.

Er sah mich lange an.

Seine Augen wirkten müde, ja. Aber auch etwas Klares. Etwas, das mir vorher nicht aufgefallen war.

Würde.

Letzte Nacht wurde ich von einem obdachlosen Mann mit schmutziger Kleidung und barfuß verfolgt: Unter einem Fußgängerüberweg erreichte er mich schließlich und tat etwas, das mich immer noch schockiert.

Dann huschte ein kaum merkliches Lächeln über sein Gesicht.

Und er ging.

In jener Nacht, auf dem Heimweg, ging ich langsamer.

Nicht etwa, weil ich weniger Angst hatte.

Aber weil sich etwas in mir verändert hatte.

Ich drehte mich immer wieder um, ja.

Ich blieb weiterhin vorsichtig.

Aber ich sah die Welt nicht mehr auf dieselbe Weise.