Er kam nicht mit dem Auto, sondern mit einem alten Traktor. Er trug ein verwaschenes Hemd, einen Palmenhut und schlammverkrustete Stiefel.

Doch der Bürgermeister ging an ihr vorbei, ohne sie eines Blickes zu würdigen.

Er ging direkt in die Küche – wo Carding gerade Geschirr spülte.

Vor allen Anwesenden verbeugte sich der Bürgermeister… und küsste Cardings Hand.

„Ninong Carding“, sagte er respektvoll. „Entschuldigen Sie meine Verspätung.“

Der Raum erstarrte.

„D-kennst du unseren Bruder?“, stammelte Ricky.
„Den… Bauern?“

Der Bürgermeister lächelte langsam.
„Landwirt? Don Carding ist der größte Landbesitzer der Provinz. Ihm gehört das Land, auf dem das Einkaufszentrum, die Wohnanlage und die Universität stehen. Er ist unser größter Steuerzahler.“

Die Brüder erbleichten.

„Und mehr noch“, fuhr der Bürgermeister fort,
„er finanziert Stipendien für Hunderte von Studenten.“

Ihre Mutter trat vor, Tränen in den Augen.

„Erinnerst du dich an die ‚Stipendien‘, die deine Ausbildung finanziert haben?“, fragte sie.
„Das Geld kam nicht von der Regierung. Es kam von deinem Bruder.“

„Als dein Vater starb“, sagte sie leise,
„gab Carding die Schule ab, um auf dem Land zu arbeiten. Jeder Peso, den er verdiente, ging für dein Studium drauf. Er bat mich, es ein Stipendium zu nennen, damit du dich nicht schämen müsstest.“

„Alles, worauf du stolz bist“, schloss sie,
„wurde auf dem Schlamm errichtet, durch den er ging.“

Die Klausel, die niemand erwartet hatte
Dann traf ein Anwalt, Atty. Valdez, in einem weißen Mercedes ein.

„Ich bin gerade noch rechtzeitig gekommen“, verkündete er.
„Heute verlesen wir die Sonderklausel in Don Teodoro Reyes’ Testament.“

„Gibt es noch mehr?“, fragte Ben nervös.

„Ja“, sagte der Anwalt.
„Don Carding war nur zehn Jahre lang Treuhänder.“

„Wenn heute Arroganz und Verachtung an den Tag gelegt würden“, fuhr er fort,
„würde das verbleibende Erbe für wohltätige Zwecke gespendet werden.“

„Die wahre Bewährungsprobe“, schloss er,
„besteht darin zu sehen, wer die Familie dem Reichtum vorziehen würde – wer mit seinem Bruder durch den Schlamm gehen würde.“

Die Wahl